Dieser Deutsche zeigt den Amis, wie Fußball geht

Julian Gressel spielte in der Jugend bei Greuther Fürth. Nun kommt er in den USA groß raus. Er sagt: „Die Qualität in der MLS steigt immer weiter an“Foto: Atlanta United FC

Im Spielertunnel standen sie nach Abpfiff nebeneinander. Bastian Schweinsteiger (33) hatte mit Chicago 2:0 gegen Atlanta gewonnen. Und damit auch gegen Deutschlands größte Fußball-Hoffnung in den USA: Julian Gressel (23).

Dann sagte der Weltmeister zum Mittelfeldspieler von Atlanta United: „Ich werde dich weiter beobachten.“

Aus gutem Grund.

Gressel, gebürtig aus der bayrischen Kleinstadt Neustadt a. d. Aisch, wurde in der US-Profi-Liga MLS nun zum „Rookie des Jahres“ gewählt. Also zum besten Debütanten des Landes – als erster Europäer überhaupt. Team-Offizielle, Spieler und Journalisten stimmten ab, Gressel bekam mehr als 50 Prozent der Stimmen! Nach fünf Saisontreffern und neun Torvorlagen. In den USA gilt er als Riesen-Talent. Das hatte auch schon Schweinsteiger erkannt

„Schweini hat für einen riesigen Hype hier gesorgt“, sagt Gressel über den Chicago-StarFoto: Mike DiNovo-USA TODAY Sports

Wie kam es dazu?

Direkt nach dem Abi zieht Gressel in die USA. Zu der Zeit spielt er in der Regionalliga für Bamberg. Er entscheidet sich für das College in Providence, macht dort drei Jahre später seinen Studienabschluss, ehe Atlanta United ihn aufnimmt – und Gressel zum Profi macht. Als Gehalt zahlt ihm der Klub umgerechnet 80 372 Euro. Gressel zu BamS: „Es lief optimal für mich. Atlanta setzt auf junge Spieler, die noch nicht alles erreicht haben.“

Die Heimspiele verfolgt übrigens auch Basketball-Star Dennis Schröder (24). Der besitzt eine Dauerkarte, und auch Gressel ist häufig bei Schröders Atlanta Hawks. Sie kennen sich gut, schreiben viel miteinander.

Ob sich Gressel trotz des Erfolgs eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen kann? Ja! „Ich wäre nicht sauer, wenn ich noch zehn Jahre hier spielen würde. Aber mein großer Traum ist es, in Deutschland aufzulaufen.“ Sein Lieblings-Verein? Bayern München!

Das Geschehen in der Bundesliga verfolgt er auch in den USA aufmerksam – beim Frühstück! Atlanta liegt sechs Stunden zurück. „Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, nach dem Aufstehen Fußball zu schauen.“

Trafficsource:http://www.bild.de/sport/fussball/major-league-soccer/dieser-deutsche-zeigt-den-amis-wie-fussball-geht-53826446.bild.html

 

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